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VMworld 2020

Rüstzeug für Corona und danach

Traditionell kommen alljährlich VMware-Kunden und -Partner in Barcelona zusammen – heuer nahmen rund zehn Mal so viel – kolportierte 120.000 registrierte User auf der nur virtuellen VMworld Anfang Oktober teil. Von Christine Wahlmüller

Foto: Wahlmüller Peter Trawnicek, VMware Austria, und Martin Ollrom, Wirtschaftsministerium, Abteilung IKT (v.l.) „Die Phase der letzten sechs Monate hat uns allen sicher einen gehörigen Digitalisierungsschub verschafft“, urteilt VMware Österreich Chef Peter Trawnicek: Unabhängigkeit von der Infrastruktur, schnell skalieren zu können und viele Leute auf den digitalen Arbeitsplatz umzustellen – das waren die Themen, die viele Unternehmen in den letzten sechs Monaten beschäftigten. „Das waren auch die Themen der VMworld“, so Trawnicek. Unternehmen waren gezwungen, sich von einem Tag auf den anderen auf die Krise umzustellen. „VMware will hier die digitale Grundlage für eine unberechenbare Welt schaffen, mit den Unternehmen, ihren Anwendungen und ihren Daten im Mittelpunkt“, hatte VMware CEO Pat Gelsinger auf der VMworld erklärt. Um Kunden bei der digitalen Transformation zu unterstützen, will VMware konkret fünf wichtige Bausteine bereitstellen: Anwendungsmodernisierung, Digital Workspace, Multi Cloud und Virtual Cloud Network sowie eine allen Komponenten inneliegende IT-Security („Intrinsic Security“).

IT-Services aus dem Stegreif

VMware ist in Corona-Zeiten daher ein begehrter Partner, wie auch Peter Trawnicek berichtete: Für das Notkrankenhaus am Wiener Messegelände konnten über Nacht geeignete IT Services aufgebaut werden. „Viele unserer Kunden haben auch gesagt: Helft uns, die Komplexität der IT-Security in den Griff zu bekommen“, sagte Trawnicek. Für die Absicherung der Cloud-Transformation wurde auf der VMworld Carbon Black Cloud Workload vorgestellt, geboten wird damit eine bessere Sicherung moderner Workloads. Carbon Black könne im Moment von allen VMware Kunden übrigens sechs Monate gratis genutzt werden, so Trawnicek. Nächstes Thema: Software-Entwicklung: VMware Tanzu, 2019 vorgestellt, ist ein Produkt- und Service-Portfolio, das den Unternehmen hilft, Software auf Kubernetes zu entwickeln, aber auch zu betreiben und zu verwalten. Auf der VMworld wurden nun Updates zum Tanzu-Support für VMware Cloud auf AWS, Azure und Oracle Cloud VMware Solution vorgestellt. Während Tanzu für VMware Cloud auf AWS bereits allgemein verfügbar ist, existiert die Umsetzung für die Oracle Cloud als Preview. „Demnächst wird es auch auf Azure verfügbar sein, da gibt es bereits Pilotkunden“, kündigte Trawnicek an. Unternehmen würden heute schon verschiedene Clouds nutzen, „der typische Kunde hat heute mindestens vier Cloud-Systeme“, betonte Trawnicek, „die Anzahl der virtuellen Maschinen auf AWS ist um 140 Prozent gestiegen, die Anzahl der Hosts, die auf AWS laufen stieg um 130 Prozent, die Kunden wollen ihre VMs frei hin- und herschieben. Viele Dinge müssen da aber automatisierter werden“, erklärte Trawnicek. Dazu hat VMware jetzt die Partnerschaft mit NVIDIA verstärkt. Einerseits werden die NVIDIA AI Tools nativ in vSphere, Cloud Foundation und Tanzu integriert, andererseits wird im Project Monterey von VMware in Kooperation mit NVIDIA eine Technologie-Vorschau geliefert, wie sich die Architektur für Rechenzentren, Clouds und Edge weiterentwickeln sollte, um den Anforderungen von Anwendungen wie KI, Machine Learning und 5G gerecht zu werden. Auch Automatisierung ist angesagt: „Die Kunden wollen den Automatisierungsgrad, den sie auch von den Hyperscalern gewohnt sind. Den wollen sie auch im eigenen Netzwerk“, sagte Trawnicek.

Einblicke in die Praxis

Seit 2012 setzt das Wirtschafsministerium (BMDW) auf VMware, begonnen hat alles ganz klassisch mit vSphere, wie Martin Ollrom, im BMDW im IKT-Bereich für IT-Security verantwortlich, erzählt. Er gab Einblicke in die Praxis und den Wandel der letzten fünf Jahre: „2015 hatten nur zehn Prozent der Mitarbeiter Notebooks, Home Office war früher eine Seltenheit“, mit Ministerin Schramböck hat sich das 2018 geändert. „Jüngere Mitarbeiter erwarten das, die wollen remote auf Daten zugreifen“, schilderte Ollrom. Mithife von Workspace One Access wurde dann das Projekt Ressort Anwendungsportal gestartet, Ziel war es intern ganz ohne Zugangsdaten und Passwort auf alle Daten zugreifen zu können. „Dann kam Corona – und war alles war anders: „Das war ein echter Kraftakt. Wir haben binnen 48 Stunden unsere Remote Desktop Services von 30 auf 224 Access Points ausgebaut“, so Ollrom. Fazit: Corona hat die Digitalisierung im Ministerium ordentlich nach vorn katapultiert: Alle 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im BMDW werden jetzt mit Notebooks und Smartphones ausgestattet.

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